Du bist kurz davor, eine neue Website zu starten. Die Entscheidung fürs System triffst du einmal — und lebst die nächsten 5 Jahre damit. Hier ist der ehrliche Vergleich der drei meistgenutzten Plattformen, ohne Marketing-Bullshit.
Spoiler: Es gibt keinen Gewinner für alle. Aber für dein Projekt gibt es eine klare Empfehlung — abhängig von Budget, Anspruch und wer die Seite später pflegt.
Was alle drei gemeinsam haben
WordPress, Wix und Webflow können in den Grundzügen alle dasselbe: eine Website bauen, Inhalte verwalten, Bilder hochladen, Formulare einbinden, mobile Ansicht ausliefern. Die Unterschiede zeigen sich erst, wenn man genauer hinschaut — beim Design-Spielraum, bei der technischen Kontrolle und beim Total Cost of Ownership.
WordPress — der Allrounder
WordPress betreibt über 43 % aller Websites weltweit. Open Source, kostenlos, auf jedem Hoster nutzbar. Du besitzt deine Website komplett.
Stärken
- Maximale Flexibilität: Vom Onepager bis zum Konzern-Portal — alles möglich
- Riesiges Plugin-Ökosystem: 60.000+ Erweiterungen, viele kostenlos
- SEO-stark: Volle Kontrolle über Meta-Tags, Schema, Ladezeiten, robots.txt
- Datenhoheit: Deine Daten, dein Hoster, dein Code — kein Vendor-Lock-In
- Riesige Community: Für jedes Problem gibt es eine Lösung im Netz
Schwächen
- Pflege erforderlich: Updates, Backups, Sicherheit — du oder ein Dienstleister muss das machen
- Plugin-Wildwuchs möglich: Schlechte Plugins = langsame, anfällige Seite
- Ohne Erfahrung schnell unaufgeräumt: Das System verzeiht viel, aber nicht immer schön
Wix — der Anfänger-Liebling
Wix ist der bekannteste Baukasten. Drag & Drop, fertige Templates, kein Server-Wissen nötig. Du bist in Stunden online.
Stärken
- Niedrige Einstiegshürde: Auch Nicht-Techniker kommen schnell zu Ergebnissen
- Alles inklusive: Hosting, Domain, SSL, Templates — ein Abo, keine Überraschungen
- Gute mobile Optimierung: Templates sind responsive out-of-the-box
- Schnelle Updates: Wix kümmert sich um Plattform-Sicherheit
Schwächen
- Vendor-Lock-In: Du kannst die Seite nicht zu einem anderen Anbieter mitnehmen
- Begrenzte SEO-Kontrolle: Viele technische Stellschrauben fehlen oder sind versteckt
- Templates wirken austauschbar: Tausende Seiten sehen gleich aus
- Performance-Limits: Bei größerem Inhalt oder hohem Traffic wird’s eng
- Laufende Kosten: 15–30 € pro Monat — über Jahre teurer als gedacht
Webflow — der Designer-Champion
Webflow ist die jüngste der drei Plattformen und richtet sich an Designer, die volle visuelle Kontrolle wollen, ohne Code schreiben zu müssen. Visueller Editor mit echtem CSS-Output.
Stärken
- Pixel-perfekt: Volle Design-Kontrolle wie in Figma, aber im echten Browser
- Saubere Codeausgabe: Schneller, schlanker HTML/CSS-Code als bei Wix
- CMS-Funktionen: Strukturierte Inhalte (Blog, Portfolio) gut umsetzbar
- Hosting integriert: Auf AWS gehostet, schnell und stabil
Schwächen
- Steile Lernkurve: Wer kein CSS-Verständnis hat, ist überfordert
- Teuer bei Skalierung: Hosting-Pläne starten bei 15 €, gehen schnell auf 50+ €
- Kleinere Community: Weniger Plugins, weniger Tutorials, weniger Hilfe im Notfall
- E-Commerce limitiert: Für komplexe Shops nicht erste Wahl
- Lock-In bei Hosting: Webflow-Sites laufen nur auf Webflow-Servern
Welches System passt zu dir?
Wir helfen dir bei der Entscheidung — kostenlos, unverbindlich und ohne Sales-Druck. Erstgespräch dauert 15–20 Minuten.
Wann welches System die richtige Wahl ist
Bevor wir das im Detail aufdröseln — ein Blick auf die Realität im Netz: WordPress dominiert das Web bis heute weiterhin deutlich, Wix und Webflow bewegen sich in kleineren, aber stabilen Nischen.
W3Techs CMS Usage Distribution, Mai 2026.
Nimm Wix, wenn: Du eine kleine, einfache Online-Präsenz willst, keine technischen Ansprüche hast und mit den laufenden Kosten ok bist. Hobby, Verein, kleines Café um die Ecke.
Nimm Webflow, wenn: Du ein starkes visuelles Branding hast, Designer im Team sitzen und nicht auf Plugin-Vielfalt angewiesen bist. Kreativagenturen, Designer-Portfolios, Marken mit hohem Anspruch ans Visuelle.
Nimm WordPress, wenn: Deine Website langfristig wachsen soll, du SEO ernst nimmst, deine Inhalte selbst verwaltest oder du einen Onlineshop dazu willst. Mittelständler, Handwerker, Dienstleister, Onlineshops, Magazine.

Was wir bei FWN Media empfehlen
Wir bauen seit Jahren primär mit WordPress — aus drei Gründen:
- Du gehörst dir selbst. Deine Website kann auf jeden Hoster umziehen, wenn sich was ändert. Kein Vendor-Lock-In, keine Geiselhaft.
- SEO-Kontrolle. Wir können jeden technischen Hebel nutzen, der für dein Ranking wichtig ist. Schema-Markup, Core Web Vitals, sauberes HTML — alles steuerbar.
- Skalierbarkeit. Heute ein Onepager, in einem Jahr Onlineshop, in zwei Jahren mehrsprachig. WordPress wächst mit.
Bei FWN bekommst du WordPress nicht „aus dem Standard“. Wir bauen dir ein eigenes Theme, ohne Plugin-Wildwuchs, mit klarer Struktur und Schulung — damit du selbst pflegen kannst, wenn du willst.
Fazit
Drei gute Systeme, drei verschiedene Zielgruppen. Die wichtigste Frage ist nicht „Welches ist das beste?“, sondern „Welches passt zu meiner Situation in den nächsten 5 Jahren?“
Wenn du dir nicht sicher bist: Lass uns kurz reden. Wir hören uns an, was du vorhast, und sagen ehrlich, ob WordPress die richtige Antwort ist — oder ob in deinem Fall etwas anderes mehr Sinn macht.
